Corona-Soforthilfe für alle Solo-Selbständigen beantragt

22.4.2020

Viele Solo-Selbständige haben keinen Anspruch auf die Corona-Soforthilfe, da sie keine Betriebsstätte haben, sondern von zu Hause aus arbeiten. Die Mittel der Soforthilfe dürfen nur zur Deckung der laufenden Betriebskosten wie Mieten, Pacht, Leasingraten verwendet werden, sofern ein akuter Liquiditätsengpass besteht. Aber nicht für den Lebensunterhalt, also die private Miete oder Krankenversicherung. Viele Solo-Selbstständige haben aber zum Beispiel mit Pachtzahlungen kein Problem, sondern eben damit, dass sie von den Einnahmen ihre Lebenshaltungskosten bestreiten müssen. Solo-Selbstständige und Freiberufler sind nicht verpflichtet, in der Arbeitslosenversicherung Mitglied zu sein; ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I besteht deshalb nicht. "Viele stehen vor den Trümmern ihrer Existenz!" Einziger Weg: Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beantragen. Immerhin wurde der Zugang hierzu erheblich gelockert: vereinfachtes Verfahren ohne Vermögensprüfung.

Die Münchner SPD hat den Oberbürgermeister aufgefordert , sich bei der Staatsregierung dafür einzusetzen, dass auch für diese Zielgruppe für die Dauer der Corona-Krise eine Lösung gefunden wird.

Entwicklung des Münchner Wohnungsmarktes 2019

20.4.2020

(Rathaus-Umschau) - Mit dem "Wohnungsmarkbarometer" veröffentlicht das Referat für Stadtplanung und Bauordnung jährlich eine Auswertung der Angebotsmieten und Kaufpreise von Immobilien in München.
Für das Wohnungsmarktbarometer 2019 wurden rund 20.000 Miet- und Kaufangebote ausgewertet, die in der ersten Jahreshälfte 2019 auf der Internetplattform ImmobilienScout24 veröffentlicht wurden. Da der Markt für möblierte Wohnungen in den vergangenen Jahren deutlich angewachsen ist, wurden auch in diesem Segment erstmals rund 3.000 Angebote betrachtet.
Wie bereits in den Vorjahren kam es auch 2019 zu einem weiteren Anstieg der Mieten und Kaufpreise über fast alle Marktsegmente, wobei Miet-/Kaufpreise in der Regel in den zentralen Lagen am höchsten sind und mit zunehmender Nähe zum Stadtrand günstiger. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum hält zwar weiterhin an, insgesamt fallen die Miet- und Kaufpreissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr etwas moderater aus.

Die durchschnittliche Erstbezugsmiete für eine Neubauwohnung in München beträgt 20,37 Euro pro Quadratmeter und ist damit 2,4 Prozent höher als im Vorjahr. Im Wohnungsbestand stiegen die Wiedervermietungsmieten seit 2018 um mehr als vier Prozent an. Hier wurden im Durchschnitt 18,67 Euro pro Quadratmeter verlangt. Von den Mietsteigerungen sind Wohnungen in allen Größenklassen betroffen. In der Regel werden jedoch für kleinere Wohnungen höhere Mieten pro Quadratmeter verlangt.
Die teuersten Neubauwohnungen wurden mit rund 26,60 Euro je Quadratmeter in der Altstadt und im Lehel vermietet. Am Stadtrand ist es, abgesehen vom Münchner Süden, günstiger. Die niedrigsten Erstbezugsmieten wurden in Fürstenried und Forstenried verlangt. Hier müssen im Durchschnitt rund 17 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden.
Das Gefälle von Innenstadt zu Stadtrand zeigt sich auch bei den Wiedervermietungsmieten. Am teuersten ist es in der Altstadt und im Lehel. Mit über 22,60 Euro pro Quadratmeter liegen die Mieten hier deutlich über dem städtischen Durchschnitt (18,67 Euro). Am günstigsten wurden Bestandswohnungen in Aubing-Lochhausen-Langwied mit rund 15,70 Euro angeboten.

20 Prozent aller inserierten Wohnungen wurden mit Möblierung angeboten. Dies sind vor allem kleinere Wohnungen zwischen 20 und 60 Quadratmetern. Durchschnittlich wurden mit rund 29 Euro pro Quadratmeter über 50 Prozent mehr verlangt als für unmöblierte Bestandswohnungen. Zum Verkauf werden Neubauwohnungen für durchschnittlich rund 9.700 Euro pro Quadratmeter und Bestandsimmobilien für rund 7.900 Euro je Quadratmeter angeboten. Damit sind die Kaufpreise um sieben bis acht Prozent im Vergleich zu 2018 gestiegen.

Corona: Ausgangsbeschränkungen aktuell in Bayern

16.4.2020

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern gelten bis einschließlich 4.5.2020 mit einer Lockerung: Eine zusätzliche Person außerhalb der Familie ist bei Spaziergängen und Sport erlaubt.

Ab 20.4.2020 dürfen Baumärkte öffnen.

Ab 27.4.2020 Öffnung von Einzelhandelsgeschäften bis max. 800 qm. Ab diesem Tag beginnt auch der Schulbetrieb für Schüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten.

Ab 4.5.2020 Friseure und Fußpflege offen.

Ab 11.4.2020 wird der Schulbetrieb erweitert.

Alten- und Pflegeheime bleiben weiterhin geschlossen. Ein Besuch ist nur noch möglich, wenn jemand im Sterben liegt. Auch in den Krankenhäusern ist Besuch nur noch in Ausnahmefällen möglich. Dazu zählen ebenfalls Sterbende, Väter, die ihre Neugeborenen und deren Mütter besuchen, und Eltern, die ihre kranken Kinder besuchen wollen. 

Auch die Gastronomie bleibt geschlossen, Verkauf von Essen nur zum Mitnehmen oder via Lieferung.

Großveranstaltungen dürfen bis 31.8.2020 nicht stattfinden. So wie es derzeit aussieht, wird die Wiesn heuer höchst wahrscheinlich ausfallen.

 

Mietspiegel 2019 verfügbar

21.3.2019

Der Sozialausschuss des Stadtrates hat den Mietspiegel für München 2019 veröffentlicht. Danach liegt der Quadratmeterpreis für Bestandsmietverhältnisse durchschnittlich bei 11,69 Euro und ist gegenüber dem letzten neu erstellten Mietspiegel aus dem Jahr 2017 im Schnitt um 4,1 Prozent gestiegen. Die durchschnittlichen Betriebskosten liegen bei 1,92 Euro pro Quadratmeter, die Kosten für Heizung und Warmwasser steigen im Vergleich zum Mietspiegel 2017 um 6 Cent auf 1,03 Euro pro Quadratmeter (2017: 0,97 Euro). Der Beschluss bedarf noch der Bestätigung durch die Vollversammlung des Stadtrats am 20. März.

Den Mietspiegel gibt es ab sofort kostenlos in der Stadtinformation im Rathaus. Er kann außerdem im Amt für Wohnen und Migration unter Telefon 233-4 02 00 bestellt werden. Online ist der Mietspiegel unter www.mietspiegel-muenchen.de zu finden. Zur Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete steht wieder ein aktueller Onlinerechner zur Verfügung.

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